DIE INTEGRATIVE VALIDATION nach Richard (IVA)

Wie können professionelle MitarbeiterInnen und Pflegende Angehörige Zugang zu den Erlebenswelten von Menschen mit Demenz finden?
Wie kann sich der konkrete Umgang gestalten, wenn sich diese Menschen in "anderen Wirklichkeiten" befinden?
Wie kann ich auf Menschen mit Demenz zugehen, Gespräche führen und mit ihnen im Austausch sein?

Die Integrative Validation nach Richard (IVA) ist eine Methode für den Umgang und die Kommunikation mit Menschen mit Demenz. Sie basiert auf einer gewährenden und wertschätzenden Grundhaltung.

Die IVA geht in der Begleitung von Menschen mit Demenz aus von den zugrundeliegenden hirnorganischen Abbauprozessen und den damit in Verbindung stehenden Verlusten und Einbußen. IVA konzentriert und orientiert sich jedoch an den Ressourcen und der Erfahrungswelt dieser Menschen: Sie äußern Gefühle (z.B. Trauer, Ärger, Misstrauen) und (z.B. Ordnungssinn, Fürsorge), die zunehmend Zentrum ihres Erlebens und Grundlage ihres Verhaltens sind.

IVA bestätigt und benennt diese Gefühle und Antriebe, erklärt sie für gültig und richtungsweisend. Menschen mit Demenz fühlen sich verstanden und ernstgenommen. IVA baut Vertrauen auf, wirkt identitätsgebend und stärkt durch das Aufgreifen von Gefühlen und Antrieben die lebendigen Kompetenzen der Betroffenen.
IVA ist entwicklungsorientiert und berücksichtigt die Rahmenbedingungen der praktischen Altenpflege und Begleitung von Menschen mit Demenz.

IVA

- hat für einzelne Pflege- und Betreuungskräfte, sowie für das Team eine klar nachvollzieh- und dokumentierbare Methode entwickelt.

- ist eine erlernbare Umgehensweise, die die intuitiven Fähigkeiten der Professionellen einbindet und das eigene Handeln bewusst macht.

- Planvolles Vorgehen im Team wird unterstützt.

- berücksichtigt die Kraft und Vertrautheit von altvertrauten Sprachgebrauch, von Ritualen, der "Innenstruktur der Menschen mit Demenz ", deren Lebensthemen und -geschichte


- vermeidet Fragetechniken und Interpretationen - kann in kleinen Schritten für Menschen mit Demenz erzielen: ein Gefühl der Zugehörigkeit, Ruhe, Sicherheit, Verminderung von Angst, Stress, wacheres
Hier-Sein, Förderung von Kontakt- und Beziehungsaufnahme zu Anderen, Schaffung einer Zuhaus-Situation

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